Freileitungen im Baustellenbereich können eine große Gefahr darstellen.
Beim Planen und Einrichten einer Baustelle muss deshalb elektrischen Freileitungen große Aufmerksamkeit gewidmet werden.
Besonders der Einsatz von Kranen, Baggern, Muldenkippern, Betonpumpen, Fahrgerüsten, Aluleitern usw. bedarf sorgfältiger Überlegungen und Absprachen mit dem Betreiber.
Notrufnummern und Netzbetreiber finden sich üblicherweise am Mast.
Notrufnummern zeitgerecht vor Beginn der Arbeiten erheben.
Vorbereitende Schutzmaßnahmen
Vor dem Einrichten der Baustelle klären, ob die Sicherheitsabstände zu Freileitungen laut nachstehender Tabelle eingehalten werden können.
Können die Sicherheitsabstände nicht eingehalten werden, muss mit dem zuständigen EVU bzw. dem Betreiber der Hochspannungsleitung Kontakt aufgenommen werden.
Dabei klären, ob die Freileitung
verlegt,
abgeschaltet,
umgeleitet (z. B. erdverlegtes Kabel) oder
mit einem Isoliermantel umwickelt
werden kann.
Wenn Gefahr besteht, die Freileitung mit Maschinen, Geräten oder Bauteilen zu berühren, sind Schutzmaßnahmen erforderlich, wie
Abschranken (z. B. Rundholzstangen und Pfosten),
Prallseile und Netze,
Schutzwände aus Holz oder Beton,
Dreh-, Höhen- oder Auslegerbegrenzungen an Maschinen,
fachkundige Aufsicht.
Hinweis
Bei zeitgerechter Baustellenankündigung bietet das EVU (Elektroversorgungsunternehmen) kostenlose Isolierung für Niederspannungs-Freileitungen.